Kleine Gedankenkost am Ende – Traum

Das gedämpfte Licht durch den Lampenschirm, schien als ob es den Raum verschlingen würde und zugleich erweiterte es ihn, sodass eine geborgene Atmosphäre entstand. Er war in Traum und sah das Licht nicht, aber er wusste, dass wenn er aufwachen würde, ihn dieser Raum einen Schutz bieten würde und so träumte er vor sich hin. Unbeschwert, wie ein Säugling, aber wohl eher, wenn man die Relation zwischen seiner Größe und des ihn umgebenden Raumes in Betracht zieht, wie ein Fötus im Mutterleib. Er dreht sich, wendet sich, fehlt noch, dass er strampelt.

Er will kein Kind mehr sein, noch ein Säugling, noch ein Fötus.

Die Rationalität versucht seine Fantasie zu bestimmen, weil er nicht das sein will, was er ist, sondern das, was man sein soll. Abbild des gewöhnlichen. Ein reifer Wein mit Plastikkorken.

Er kann es aber nicht verhindern, dass er nun mal aus Fleisch und Blut ist und sowohl auch im Leben das benötigt, was der einsame nicht versteht zu erfassen. Liebe.

Er kann es nicht ab, ich muss es so sagen, dass der Mensch keine Maschine ist. Er liebt die abstrakten Dinge, die unergründbaren. Die Momente, die andere als kalt beschreiben, aber für ihn schon der Beginn des Glückes sind.

Wenn er ein Vogel wäre, würde er tief fliegen. Lediglich das.

Was wäre also falsch daran aus diesem Traum zu erwachen, wenn er es könnte. Er konstruiert sich seine Welt, die der Realität entspricht, nicht seinen Träumen. Und wieder siegt die Rationalität.

Der Verstand als Mittel die Welt, die Güter und die Menschen in eine Ordnung zu bringen, die real nicht existiert, sondern eine geschaffene Welt ist, die Grenzen setzen, die der Natur des Menschen vollkommen widersprechen.

So verhält sich es auch in seiner kleinen Traumwelt und er kann nicht träumen, weil eben die Grenze seines Handelns und seiner Fantasie nicht die von ihm gesetzten sind, sondern von Menschen geschaffen sind, die er nicht kennt, die aber sehr wohl wissen den Verstand zu manipulieren und den Mensch hörig zu machen, dass er nicht mehr entscheiden kann.

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Ein Gedanke zu “Kleine Gedankenkost am Ende – Traum

  1. Schöner nachdenklich machender Text. Schaue immer gerne hier vorbei, interessante Bilder präsentierst du hier.

    Gruß

    tom

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